8. Mai 2026

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„Europa, die Welt sind reif für den Gedanken einer umfassenden Reform der Besitzordnung und der Güterverteilung, einer Sozialisierung der Rohstoffe, die natürlich im Geiste und im Rahmen einer Gesamtverständigung und vernünftigen Generalbereinigung der Konflikte, kurzum im Geiste des Friedens, der Arbeit und der allgemeinen Wohlfahrt in Angriff zu nehmen wäre.“
Thomas Mann, „Vom kommenden Sieg der Demokratie“, im US-Amerikanischen Exil 1938.

Am 8. Mai 1945 beendete die Anti-Hitler-Koalition aus Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht den Zweiten Weltkrieg und die Barbarei des Faschismus. Die Befreiung gelang durch das Zusammenwirken von Kommunisten, Sozialdemokratinnen und bürgerlichen Humanisten, Gewerkschaftern und Pazifistinnen, Intellektuellen und Künstlerinnen, Partisanen und Fluchthelferinnen, Wehrmachtsdeserteuren und Saboteurinnen.

Für den unumkehrbaren Aufbau einer Welt des Friedens und der Freiheit haben die Völker der Vereinten Nationen in Folge von 1945 weitreichende Maßstäbe verankert: Die umfassende Entfaltung der Menschenwürde jedes Einzelnen soll als Grundlage der gewaltfreien internationalen Kooperation die künftige Entwicklung leiten. Nie wieder möge die Menschheit hinter die Möglichkeiten ihrer Entfaltung zurückgeworfen werden!

Der Kampf gegen Rechts, für Frieden und soziale Progression sind durch den unteilbaren Anspruch bestimmt, zur souveränen Gestaltung der Gesellschaft „am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben“ (UN-Menschenrechtserklärung, 1948). Es geht darum, „Stabilität und Wohlfahrt herbeizuführen, … damit zwischen den Nationen friedliche und freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen herrschen“ und „internationale Streitigkeiten durch friedliche Mittel so [beizulegen], dass der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden“ (UN-Charta, 1945). Dafür sollen „völlige Abrüstung und Entmilitarisierung“ und die „Vernichtung der bestehenden übermäßigen Konzentration der Wirtschaftskraft“ (Potsdamer Abkommen der Siegermächte, 1945) die Ausbeutung überwinden. Eigentum soll dem Wohle der Allgemeinheit dienen und kann vergesellschaftet werden (Grundgesetz, 1949).

Bei hochentwickelter gesellschaftlicher Produktion in einer verflochtenen Welt sind die Voraussetzungen für diese humane Perspektive geschaffen. Weltweit arbeiten Menschen an ihrer Verwirklichung. Dass einige Wenige dagegen danach streben, die immense Ungleichheit aufrechtzuerhalten, zeitigt einen immer brutaleren Rückgriff auf das überholte „Recht des Stärkeren“ mit imperialistischem Krieg und verschärfter Konkurrenz. Die Menschheit steht am Scheideweg zwischen Zivilisationsverwirklichung und Barbarei. Zur positiven Entscheidung dieses Konflikts sind die historisch aus der Befreiung gezogenen Schlussfolgerungen neu zu realisieren.

Mit einem ganztägigen Bühnenprogramm auf dem Jungfernstieg und Infoständen antifaschistischer Initiativen sind alle zur Realisierung der Konsequenzen aus der Befreiung aufgerufen: im assoziierten Feiern, Lernen, Wirken.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Den 8. Mai zum Feiertag!