Festkundgebung zum Tag der Befreiung am 8. Mai 2021 auf dem Hamburger Rathausmarkt

Mit der Festkundgebung zum Tag der Befreiung haben wir eine freud- und perspektivvolle Weiterführung für die Auseinandersetzung um den 8. Mai als Feiertag und darüber hinaus gestaltet. Mit dem Weg des Widerstands und dem vielfältigen Bühnenprogramm haben wir die Möglichkeit geschaffen für die Gestaltung einer besseren Zukunft, einer friedlichen, sozial gerechten, demokratischen und menschenwürdigen Welt, aus der Geschichte und von- und miteinander zu lernen – und damit an die Befreiung anzuknüpfen.

Ein ausführliche Dokumentation der Aktivitäten rund um den 8. Mai 2021 entsteht nun sukzessive an dieser Stelle (u.a. in Form einer Broschüre). Eine Video-Rückschau des Bühnenprogramms ist bereits hier zu finden (alle Beiträge werden nach und nach hochgeladen): https://www.youtube.com/playlist?list=PLd7kCtNoJ1bnibMuuyb0MlMxK6sVZrWkX.

Hamburger Ratschlag für den 8. Mai als Feiertag, Mitte Mai 2021
„Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“ Esther Bejarano

Als Hamburger Ratschlag für den 8. Mai als Feiertag – als antifaschistische Aktive aus aller Welt in Hamburg, aus Schulen und Hochschulen, Gewerkschaften, Parteien und ihren Jugenden, aus Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Stadtteilzentren, Geschichtswerkstätten und Gedenkorten, aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, aus den Verfolgtenorganisationen, zivilgesellschaftlichen und sozialen Initiativen sowie Friedens- und Umweltbewegung, aus migrantischen Selbstorganisationen – haben wir im Sinne des Aufrufs von Esther Bejarano den 8. Mai 2021 mit einer Festkundgebung zur Befreiung auf dem Hamburger Rathausmarkt begangen.

In einem Bühnenprogramm mit Beiträgen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik haben wir an die Opfer des Nazi-Regimes und die Widerstandskämpfer*innen erinnert, ihre Gedanken und Werke aufgerufen sowie (vor)gelesen, uns mit den Ursachen des deutschen Faschismus zu dessen Beseitigung auseinandergesetzt und die Erkenntnisse aus 1945 „für eine Welt des Friedens und der Freiheit“ (Schwur von Buchenwald) für die heutigen Auseinandersetzungen lebendig gemacht und gefeiert.

In der Podiumsdiskussion haben wir mit Antifaschist:innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen diskutiert, welche Bedeutung sie dem 8. Mai heute beimessen und warum sie daher überzeugt sind: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden!

Eine Video-Rückschau des Bühnenprogramms entsteht sukzessive an dieser Stelle: https://www.youtube.com/playlist?list=PLd7kCtNoJ1bnibMuuyb0MlMxK6sVZrWkX.

Die Kundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt am 8. Mai 2021 wurde u.a. durch die Sozialbehörde gefördert.

Auf einem „Weg des Widerstands“ haben ringsherum Initiativen, Bündnisse und Einrichtungen an Infotischen die Bedeutung der vielfältigen Facetten des Widerstands gegen die faschistische Verfolgung und Unterdrückung und der Befreiung von 1945 für ihre antifaschistische Tätigkeit heute vorgestellt.

Neben dem zentralen Fest auf dem Rathausmarkt am 8. Mai 2021 fanden auch in vielen Stadtteilen – in Stadtteilzentren, anderen Einrichtungen und auf der Straße – Aktionen und Veranstaltungen rund um den Tag der Befreiung statt. Ob in antifaschistischen Stadtführungen, Kultur-/Gedenk- und Diskussionsveranstaltungen: Wir, als antifaschistische Hamburger:innen, haben uns anlässlich des 76. Jahrestages auf vielfältige Weise mit der Befreiung vom Faschismus auseinandergesetzt.

So beispielsweise die Omas gegen Rechts Hamburg-Süd, die sich an ihrem Aktionstag auf dem Rathausmarkt in Harburg mit dem Harburger Widerstand auseinandergesetzt haben.