Aktuelles

Mahnwache am 9.11.2021 anlässlich des 83. Jahrestags der Reichspogromnacht

In Erinnerung und Mahnung der sich in diesen Tagen zum 83. Mal jährenden schrecklichen Novemberpogrome, sind Esther Bejaranos Worte vom 3. Mai 2021 fortgesetzt aktuell und unser gemeinsamer Auftrag:

„Ich appelliere an alle Menschen: bitte, bitte schweigt nicht, wenn ihr Unrecht seht. Streitet für eine andere, bessere Gesellschaft ohne Diskriminierung, Verfolgung, Antisemitismus und Rassismus. Bleibt erschütterbar – und widersteht – wie der Hamburger Dichter Peter Rühmkorf schrieb. Seid solidarisch! Helft einander! Achtet auf die Schwächsten! Bleibt mutig! Ich vertraue auf die Jugend, ich vertraue auf euch! NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG“ (Esther Bejarano – Wir sind da! Meine Befreiung im Mai 1945 und meine Hoffnungen. Rede gehalten am 3. Mai 2021, Quelle: https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/ )

Auf dem Joseph-Carlebach-Platz findet am 9.11.2021 von 15.30 – 17 Uhr die alljährliche Mahnwache zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 statt. An dem heutigen Hamburger Synagogenmonument wurde 1938 die Bornplatz-Synagoge zerstört. Gegen Antisemitismus, Rassismus und jegliche Form der Sündenbock-Ideologie und -Politik gilt es mit dieser Mahnung aufzustehen!

(Organisisiert von der VVN-BdA, Jüdische Gemeinden und Uni Hamburg; Aufruf: https://www.keine-stimme-den-nazis.org/images/PDF_2021/Mahnwache_9_Nov_2021.pdf)


Einladung zum Auftakttreffen zum 8. Mai 2022 am 19.10.2021

Als Hamburger Ratschlag für den 8. Mai als Feiertag laden wir Euch ein, gemeinsam die Aktivitäten zum 8. Mai 2022 zu diskutieren und planen, am Dienstag, den 19.10.2021, um 18.30 Uhr, im Raum S29, in der ehem. HWP (Von-Melle-Park 9).

Aufbauend auf die Festaktivitäten zum 8. Mai 2021 wollen wir auch im kommenden Jahr 2022 den Feiertag gemeinsam weiter beleben. Wir planen wieder eine zentrale Festkundgebung in der Hamburger Innenstand, mit vielen Aktivitäten in verschiedenen Stadtteilen. Zur gemeinsamen Gestaltung der Aktivitäten zum 8. Mai 2022 kommt mit Euren Ideen, Beiträgen, Ergänzungen und Überlegungen zu dem Treffen am 19.10.2021! Die komplette Einladung zum Treffen findet ihr hier – gern auch zum Weiterverbreiten!

Lasst uns gemeinsam den 8. Mai zum antifaschistischen Feiertag machen. Wir freuen uns über Eurer Kommen und Anregungen.


Audiomitschnitt der Veranstaltung „Akteure und Konzepte des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland 1933 – 1945“ mit Prof. Dr. Joachim Hösler

Bei der Veranstaltung „Akteure und Konzepte des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland 1933 – 1945“ am 10.09.2021 hat Prof. Dr. Joachim Hösler einen spannenden und umfassenden Ein- und Überblick über den vielfältigen deutschen Widerstand gegen den NS-Faschismus gegeben, von dem wir heute viel lernen können. Das Nachhören lohnt sich: https://www.youtube.com/watch?v=uzZAYFPM6Ck

Weitere Informationen zur Veranstaltung: https://8mai-hamburg.de/konzepte-des-antifaschistischen-widerstandes-in-deutschland/.


Veranstaltung: „Akteure und Konzepte des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland 1933 – 1945“ mit Prof. Dr. Joachim Hösler

Freitag, 10. September 2021, 18 Uhr | Hörsaal im Fachbereich Sozialökonomie der Uni Hamburg (ehemalige HWP)

In Vortrag und Diskussion werden die Akteur*innen des antifaschistischen Widerstandes lebendig gemacht hinsichtlich ihrer Aktivität und Konzepte. Weiter geht es um Gründe des Scheiterns der Einheitsfront der Arbeiterbewegung 1933 sowie die spätere Kooperation aller Widerstandskräfte: Welche inhaltliche Stoßrichtung und neue Qualität bildete sich in dem Zusammenschluss unter und gegen widrigste Bedingungen faschistischen Terrors? Was waren die Nachkriegskonzepte im Widerstreit zwischen Befreiung und faschistischen Kontinuitäten? Welche geschichtspolitische Bedeutung hat das Thematisieren und Bearbeiten der (sozialökonomischen) Ursachen des Faschismus und der antifaschistischen Widerstandsbewegung heute? Aus der Diskussion dieser Fragen wollen wir Schlussfolgerungen für heute ziehen und diskutieren, warum und wie wir den 8. Mai hamburg- und bundesweit zum offiziellen und gelebten Feiertag machen.  

Dr. Joachim Hösler ist Politikwissenschaftler und Historiker, der außerplanmäßiger Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Universität Marburg ist und vor allem zur Geschichte und zum politischen System der Sowjetunion (u.a. zur Geschichtswissenschaft) und Russlands im 20. Jahrhundert arbeitet. Er ist Mitglied des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und hat u.a. bei Reinhard Kühnl studiert.

Weitere Details zur Veranstaltung findet Ihr im Flyer.


Postkarten-Kampagne „Der 8. Mai muss ein Feiertag werden, weil …“

Es gibt zahlreiche Gründe, den 8. Mai als Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus und Weltkrieg zum gelebten und offiziellen Feiertag zu machen. Mit unserer neuen Postkarten-Kampagne, die wir in der Stadt verbreiten, sind alle aufgerufen, ihre persönlichen Gedanken und Begründungen zum 8. Mai als Feiertag aufzuschreiben. Wir möchten diese sammeln, veröffentlichen und zu gegebener Zeit der Hamburger Bürgerschaft und dem Senat übersenden. Um über den Tag der Befreiung aufzuklären, das Engagement zu verallgemeinern und den 8. Mai zugig zum Feiertag zu machen!

Zu weiteren Informationen zur Postkarten-Kampagne, sowie den bisher eingesandten Veröffentlichungen: https://8mai-hamburg.de/postkarten-kampagne-der-8-mai-muss-ein-feiertag-werden-weil/


Zum Tode von Esther Bejarano

Wir sind sehr traurig über den Tod von Esther Bejarano und gedenken ihrem Mut, ihrem unerschütterlichen Antifaschismus und ihrer Lebensfreude. Auf Initiative von und mit Esther haben wir rund um den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus das Engagement für einen Feiertag am 8. Mai verstärkt. Wir kämpfen in ihrem Sinne weiter für unser gemeinsames Anliegen, den Tag der Befreiung zum Feiertag zu machen und für eine friedliche, gerechte und menschliche Welt.

Bei der Festkundgebung am 8. Mai 2021 konnten wir gemeinsam Esthers Rede zum 76. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus sehen. Wir konnten und können auch weiterhin viel von Esther Bejarano und ihrem humanistischen Engagement lernen: „Ich appelliere an alle Menschen: bitte, bitte schweigt nicht, wenn ihr Unrecht seht. Streitet für eine andere, bessere Gesellschaft ohne Diskriminierung, Verfolgung, Antisemitismus und Rassismus. Bleibt erschütterbar – und widersteht – wie der Hamburger Dichter Peter Rühmkorf schrieb. Seid solidarisch! Helft einander! Achtet auf die Schwächsten! Bleibt mutig! Ich vertraue auf die Jugend, ich vertraue auf euch! NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG!“ (Esther Bejarano in ihrer Rede zum 76. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 3. Mai 2021)

Hier erinnert das Auschwitz Komitee und die Familie Bejarano an Esther. Hier sind die bewegenden und kämpferischen Reden auf ihrer Trauerfeier am 18.07.2021 nachzuschauen.


Einladung großes Ratschlag-Treffen

Einladung zum Hamburger Ratschlag für den 8. Mai als Feiertag

Am 8. Mai 2021 haben wir zusammen den Tag der Befreiung von Faschismus und Weltkrieg gefeiert. Vor 76 Jahren hat eine übergreifende Allianz der Humanität die Welt von der faschistischen Barbarei befreit und Grundsteine für eine zivile, demokratische und soziale Entwicklung gelegt. Um daran zu erinnern und daraus für heute zu lernen, muss der 8. Mai ein Feiertag werden!
Wir laden Euch herzlich ein zum nächsten großen Treffen des Hamburger Ratschlags für den 8. Mai als Feiertag am Dienstag, den 15. Juni 2021, um 18.30 Uhr.

Wir wollen im kommenden Ratschlag-Treffen die Festkundgebung und die weiteren Aktivitäten vom 8. Mai 2021 in Hamburg gemeinsam auswerten und diskutieren: Was hat Freude gemacht? Was haben wir gelernt? Wie haben wir unsere Perspektive und Zuversicht (neu) begründet? Dabei wollen wir auch die Dokumentation der diesjährigen Aktivitäten verabreden und einen Ausblick auf die Aktivitäten und die Festkundgebung im kommenden Jahr, am 8. Mai 2022, wagen. Ebenso können wir beraten, welche Aktivitäten wir über das Jahr weiter unternehmen, damit der 8. Mai wirklich und zügig zum Feiertag wird.

Die ganze Einladung findet ihr hier als PDF.

Der Ort wird rechtzeitig per Mail und auf der Website bekannt gegeben. Eine digitale Teilnahme ist über Zoom möglich. Für die bessere Vorbereitung freuen wir uns über eine Anmeldung an kontakt@8mai-hamburg.de.


Rückblick auf den 8. Mai 2021

Mit der Festkundgebung zum Tag der Befreiung haben wir eine freud- und perspektivvolle Weiterführung für die Auseinandersetzung um den 8. Mai als Feiertag und darüber hinaus gestaltet. Mit dem Weg des Widerstands und dem vielfältigen Bühnenprogramm haben wir die Möglichkeit geschaffen für die Gestaltung einer besseren Zukunft, einer friedlichen, sozial gerechten, demokratischen und menschenwürdigen Welt, aus der Geschichte und von- und miteinander zu lernen – und damit an die Befreiung anzuknüpfen.

Die technische Unterstützung für das Bühnenprogramm und den Livestream wurde ermöglicht durch die Förderung der Sozialbehörde Hamburg.

Zur Rückschau auf den 8. Mai 2021 :